Der Stamm „Chico Mendes“ aus Altenhagen I (Bezirk Süntel) hat sich diesen Sommer auf den Weg nach Irland gemacht, hier ein kleiner Fahrtbericht …

Nach Schweden und Polen erwartete uns in Irland das nächste Abenteuer. Doch bevor es richtig losgehen konnte, musste noch alles zum Überleben Wichtige aufgeteilt und in die mager gepackten Rucksäcke verstaut werden. Darunter fielen neben Gaskochern, Zelten und Motivationsschokolade noch viele weitere kleine Dinge.

Morgens am 27.07 ging es in aller Frühe um 5:30 Uhr mit noch viel Schlaf in den Augen am Springer Bahnhof los. Über Hannover, Frankfurt, Paris und mit einer langen Fährüberfahrt kamen wir dann trotz einiger Komplikationen nach zwei Tagen sicher an der irischen Ostküste an. Mit Porridge gestärkt reisten wir nach Galway. Dort teilten wir uns in zwei Gruppen von neun und zehn Personen auf, in denen wir dann die unbekannte grüne Insel erkundet haben. Während die eine Gruppe eher von der Westküste angezogen wurde, suchte die andere Gruppe ein paar von Irlands alten Burgen auf. Ohne einen Plan wo wir die Nacht verbringen würden, machten wir uns auf den Weg. Über sieben Tage ging es mit dieser Ungewissheit quer durchs Land-von Nord nach Süd und anschließend von West nach Ost. Die Ungewissheit war nie ein Problem, denn die Gastfreundschaft der Iren war überwältigend und hat uns jeden Abend einen Schlafplatz gesichert. So schliefen wir beispielsweise auf Weiden, an einem See, einem Fluss und in Gärten von sehr hilfsbereiten Menschen. Doch bevor wir überhaupt ans Schafen denken konnten, hieß es erstmal wandern, wandern und nochmals wandern. Denn wir hatten ein Ziel: die „Cliffs of Moher“, die ungefähr 100 km von uns entfernt waren. Unsere Route für den kommenden Tag haben wir immer am Abend besprochen, natürlich immer darauf achtend, dass wir an Einkaufsmöglichkeiten vorbeikommen. Während des Wanderns hat sich schnell herausgestellt wer ein Händchen fürs Packen hat und was man auch hätte Zuhause lassen können. Trotz der Anstrengungen ging der Spaß nicht verloren. Wenn die Motivation mal gesunken ist, hat jemand anderes, die schöne Landschaft Irlands oder eine Kuh diese wieder gehoben. Auch fiese Blasen machten es den meisten  schwer. Doch der Ehrgeiz, die vorgenommenen Kilometer zu schaffen blieb, auch wenn es 30 km waren. Als wir dann die „Cliffs of Moher“ erreichten, war das ein überwältigendes Gefühl. Die Aussicht war atemberaubend und da machten uns die steilen Höhenmeter auf den letzten Wegen auch nichts mehr aus. An den Klippen trafen wir auch zum ersten mal nach fünf Tagen wieder aufeinander und erzählten uns von unseren Erlebnissen und gesammelten Erfahrungen. Zusammen verbrachten wir dann die letzten Tage auf einem Zeltplatz für Pfadfinder und Pfadfinderinnen nahe Rosslare. Von dort aus stiegen dann am 08.08 gegen 20:00 Uhr auf die Fähre nach Frankreich. Von dort aus ging es mit dem Zug wieder zurück nach Springe.

So schnell wie Irland kam, wars leider auch schon wieder vorbei … Aber es war eine unvergessliche Fahrt.

Dinah Meyer, Pablo Nuñez-Karg
Fotos: Marten Johannknecht, Elias Engelhardt, Amelie Mund

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