Unter dieser „Kategorie“ stellen wir euch immer mal wieder einen festen Begriff im Pfadikontext vor und erklären ihn mit ein paar Worten.

A – wie Aufnahme
Beschreibt die Zeremonie, bei der Pfadfinder:innen offiziell in ihre Gruppe, beziehungsweise in eine neue Stufe, aufgenommen werden. Oftmals müssen dafür Aufgaben gelöst und/oder ein Pfadfinderversprechen abgelegt werden. Die Art wie die Aufnahme stattfindet unterscheidet sich jedoch von Stamm zu Stamm. Während der Aufnahme werden die Halstücher verliehen.

 

B – wie Bock
Der Liederbock, oft auch nur Bock genannt, ist das Liederbuch der VCP-Bezirke Homburg und Harz. Es besteht zum Großteil aus bündischen Liedern, jedoch sind auch deutsche Volkslieder und anderer Kulturkreise, wie beispielsweise irische, schottische oder jiddische Lieder, vertreten. Noch in diesem Jahr soll eine Fortsetzung des Liederbocks, der Doppelbock, und auch ein komplett neues Bock-Format, der Futterbock, veröffentlicht und verkauft werden.

 

C – wie Christlich
„Christlich“ steht nicht nur für das „C“ im VCP, sondern für eine Vielzahl an Werten, welche die Pfadfinder:innen des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder teilen. Der gelebte Glaube variiert jedoch von Stamm zu Stamm und auch verschiedenste Glaubensrichtungen sind herzlichst bei uns willkommen. Alle zwei Jahre wird eine der größten religiösen Veranstaltungen ausgerichtet: Der Kirchentag. Dieser findet für 5 Tage in einer anderen Großstadt, meistens im Mai oder Juni, statt und lockt über 100.000 Besucher:innen an. Der Kirchentag besteht aus Veranstaltungen wie Gottesdiensten, Konzerten, Podiumsdiskussionen, Straßenfeste und vielem mehr. Wir Pfadfinder:innen spielen dabei eine wichtige Rolle. Als Helfer:innen sind wir immer zur Stelle und haben eine Vielzahl von Aufgaben inne. Hier findet ihr noch mehr Infos dazu: www.kirchentag.de/

 

D – wie Dschungelbuch
Die Erzählungen von Rudyard Kipling, einem guten Freund des Pfadfindergründers Robert Baden-Powell, dienen im VCP seit vielen Jahren die bevorzugte Spielidee in der Kinderstufe. Die Begriffe Meute und Wölfling entstammen unter anderem dem Dschungelbuch. Kinder können hier in eine Spielwelt, mit wiederkehrenden Elementen und Symbolen, eintauche.

 

E – wie Ehrenamt
Der Großteil der Pfadfinder:innen des VCPs arbeiten ehrenamtlich als Gruppen-, Stammes- oder Bezirksleiter:innen oder auch auf Landes- beziehungsweise Bundesebene in Gremien oder Projektgruppen. Das bedeutet, dass sie für ihr ehrenamtliches Engagement, welches sie in ihrer Freizeit ausüben, kein Geld bekommen.

 

F – wie Fahrt
..oder auch „Auf Fahrt“ bedeutet, dass man als Gruppe von Pfadfinder:innen gemeinsam aufbricht, wandert oder sich zu einem Lager zusammenfindet. Eine Fahrt kann nur einen Tag oder auch mehrere Tage andauern. Die Möglichkeiten sind hierbei unbegrenzt: Zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Kanu oder auch mit dem Zug – Hauptsache der Natur nah sein und Abenteuer erleben!

 

G – wie Grundkurs
In einem Alter von ungefähr 15 Jahren werden Pfadfinder:innen auf den Grundkurs geschickt, um grundlegende Fertigkeiten für die Leitung einer Kindergruppe zu erlernen. Lagerplanung, Pfadfinder:innen-Geschichte, Erste-Hilfe, Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit und viele weitere Themen stehen dabei auf dem Plan. Außerdem begeben sich die zukünftigen Gruppenleiter:innen auf einen Hajk mit einer Übernachtung. Mit Beendigung des Grundkurses kann eine Jugendleiter:innen-Card (Juleica) beantragt werden. Diese stellt den bundesweit einheitlichen Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter:innen in der Jugendarbeit dar. Sie dient zur Legitimation und als Qualifikationsnachweis der Inhaber:innen.

 

H – wie Hordentopf
Der Hordentopf ist ein großer Kochtopf den man über das Feuer hängen oder auf einen Gaskocher stellen kann um köstliche Pfadi-Speisen zuzubereiten. Damit dieser überall mit hingenommen werden kann, wiegt er relativ wenig. Ein klassischer Hordentopf entwickelt eine schwarze Färbung vom Ruß. Die schöne Patina gehört dazu und muss auch nicht abgewaschen werden.

 

I – wie Isomatte
Die Isomatte gehört zur Standardausrüstung der Pfadfinder:innen, denn wer schläft schon gerne auf dem Boden? Es gibt sie in verschiedenen Formen, Füllungen und Farben. Ob in Grün, Pink oder Petrol, ob mit Luft oder Schaumstoff gefüllt – für alle ist etwas dabei!

 

J – wie Jurte
Das Wort Jurte stammt aus dem türkischen und beudeutet Heim. Bei uns Pfadis stellt sie genau das dar. Es handelt sich hierbei um ein zerlegbares Zelt aus schwarzen Planen, weswegen es, wie auch die kleinere Form (Kohte), als Schwarzzelt betitelt wird. Die Jurte kann als Schlaf-, aber auch als Aufenthaltszelt genutzt werden und ist aufgrund der Möglichkeit, im Inneren ein Feuer zu machen, auch dazu geeignet, bei kälteren Temperaturen zu zelten. Aufgrund der Modularität von Jurten gibt es sie in vielen verschiedenen Größen und Aufbauten. Je nach Höhe und Durchmesser gibt es die klassische Jurte, Superjurte, Gigajurte/Großjurte, Theaterjurte, Kaba oder sogar Kirchen sind nachbaubar. Eberhard Koebel (tusk) gilt als Begründer der modernen Jurte. Ursprünglich wurden Jurten bereits im 6. Jahrhundert von asiatischen Nomaden, wie den Mongolen, verwendet.

 

K – wie Kothe/Kohte/Kote
Heißt es nun Kohte, Kothe oder vielleicht doch Kote? Egal! Hauptsache ihr wisst wie diese Form von Schwarzzelt aussieht und aufgebaut wird. Kohten bestehen aus 4 trapez-förmigen Zeltplanen, welche entweder durch einen einzelnen Stamm („Einbein“) oder, um mehr Platz innerhalb des Zeltes zu schaffen, durch zwei aneinander gebundene Stämme („Zweibein“) hochgezogen werden. Es ist besonders gut als Wanderzelt geeignet, da es aus vielen Einzelteilen besteht, welche unter anderem auch als Kröten aufgebaut werden können. Diese bestehen aus einer einzelnen Schwarzzelt-Plane und sind für eine Person mit Gepäck geeignet.
Wie auch die Jurten, sind Kohten sehr wandelbar und können durch zusätzliche Planen in größere Bauten umfunktioniert werden. So wird aus einer Kohte mit quadratischen oder rechteckigen Seitenplanen schnell eine Hochkohte oder eine Kleinjurte. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Das Wort Kohte stammt aus Lappland, wo sie „kåta“ genannt wird, was „Behausung“ bedeutet. Wie auch die Jurte wurde die Kohte ebenfalls von Eberhard Koebel (tusk) in den bündischen Jugendgruppen der 1930er Jahre etabliert.