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Zum ersten mal seit 1991 war der Deutsche Evangelische Kirchentag wieder im Ruhrgebiet zu Gast. Mit „Glückauf und Halleluja“ hieß die Stadt, die bundesweit vor allem mit Borussia und also mit Fußball verbunden wird, 100.000 Besucherinnen und Besucher willkommen. Und wie immer prägten nicht nur diese mit ihren Kirchentagsschals das Stadtbild, sondern eben auch Helferinnen und Helfer. Denen hatte man diesmal rote T-Shirts und gelbe Halstücher verpasst. Ob bei Eingangskontrollen, Besucherlenkung und Ordnungsdiensten, bei den Fahrradkurieren und unter den anderen HaKas (den Hardcore-Helferinnen und -helfern), der VCP Land Niedersachsen war auch diesmal wieder gut vertreten. Gruppen aus Niedersachsen betreuten Kirchen und Messehallen. Es zeigte sich, dass die Tradition des Helfens auf dem Kirchentag ungebrochen ist.

Es sollte ein Kirchentag der kurzen Wege sein, und tatsächlich trennten nur zehn Minuten und wenige U-Bahnstationen Messgelände und Innenstadt, kein Vergleich zu den langen Wegen in Berlin 2017. Allerdings fuhren der ÖPNV in Dortmund, freundlich gesagt, nicht immer plangemäß: Spätestens seit Mittwoch nachmittag wurde von verstopften Bahnen und ausgefallenen Zügen berichtet. Ansonsten prägten hohe Temperaturen den Kirchentag, und angekündigte Unwetter verschonten insgesamt die Veranstaltung. Ohne zu viel zu verallgemeinern kann man wohl sagen, dass Dortmund einen eher rauen Charme hat, und zwischen dem durchschnittlichen Kirchentagspublikum und der ortsansässigen Bevölkerung viel Raum für Missverständnisse ist. Aber insgesamt hat es den Dortmundern wohl gut gefallen.
Und unsere Helferinnen und Helfer? Schwitzten in der prallen Sonne, bekamen zu wenig Schlaf, diskutierten mit renitenten Personen vor überfüllten Kirchen und Hallen, trafen sich zu hunderten beim Singeabend, blieben (fast) immer freundlich und ertrugen manches mit stoischer Ruhe. Was wäre der Kirchentag ohne Helferinnen und Helfer? Genau. Undurchführbar.

Wir sind gespannt, wie es 2021 beim 3. Ökonomischen Kirchentag (ÖKT) in Frankfurt wird. Frankfurt, Bankenstadt mit riesigem Messegelände — das ist nochmal ein anderer Schnack. Höchstwahrscheinlich sind viele Gruppen aus dem VCP Niedersachsen auch dann wieder dabei.

Sören Köpke.

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