Vom 5. bis 7. Juni 2026 trafen sich die Delegierten des Landesrats III in der Süntelbuche in Bad Münder zu einer dreitägigen Gremiensitzung. Schon am Freitagabend reisten die meisten Teilnehmenden an, um sich auf die kommenden Tage einzustimmen. Der Landesrat war mit 19 stimmberechtigten Mitgliedern beschlussfähig und widmete sich in den drei Tagen sowohl dem Rückblick auf die vergangene Zeit als auch der strategischen Neuausrichtung für die kommenden Jahre, insbesondere im Hinblick auf die anstehende Bundesversammlung 2026.
Der erste Tag der Versammlung war den Berichtsrunden gewidmet. Die verschiedenen Bereiche des VCP Land Niedersachsen – von der Landesleitung über die Koordinatorin für die Kinderstufe bis hin zu den Arbeitsgruppen für Öffentlichkeitsarbeit, Internationales, Stämme, Mosaik, Politix und Wachstum – legten ihre Berichte vor.
Als inhaltlicher Schwerpunkt ging es unter anderem um Bezirke und ihre Bezirksgrenzen. Zu Beginn klärte Malte die relevanten Punkte der Landesordnung zu ruhenden und aktiven Bezirken sowie zur Festlegung der Grenzen. In einer Gruppenarbeit schätzten die Teilnehmenden zunächst die Grenzen auf einer Niedersachsenkarte, bevor der Landesratsvorstand die tatsächlichen Gegebenheiten aufklärte.
Ein weiteres Thema war der neu gegründete Stamm in Vöhrum, der nach 15 Jahren Pause wieder aktiv ist. Historisch gehört Vöhrum zum Bezirk Elm, geografisch liegt der Stamm jedoch näher zu Ostfalen. Während der Elm den Stamm in seinen Entscheidungen unterstützt, würde Ostfalen eine Aufnahme als Bereicherung ansehen. Das Meinungsbild im Landesrat sprach sich für Ostfalen aus, die finale Entscheidung soll jedoch der Stamm selbst treffen.
Ein besonderer Punkt war der Bericht des Bezirks Bremen: Das Schwarzmat war im Winter von Mäusen beschädigt worden, was einen Schaden in Höhe von 10.000 Euro verursacht hat. Der Bezirk sammelt aktuell über Spenden, um das Material für das Bundeslager zu ersetzen, und ist bereits bei 3.000 Euro angekommen.
Ein zentrales Thema des Landesrats war die Stärkung der Teams und der internen Kommunikation. Die Projektgruppe „Stabil“ (auch PG-Resilienz genannt) stellte Workshops vor, die darauf abzielen, Teams bei der Bewältigung von Stress und Aufgaben im Ehrenamt zu unterstützen. Max erklärte dabei das Modell des „Bedürfnis-Eisbergs“ und die Grundlagen der Beziehungsarbeit.
Im Rahmen einer Gruppenarbeit diskutierten die Teilnehmenden intensiv über die eigene Kommunikationskultur. Es wurde deutlich, dass sich die Erwartungen an Erreichbarkeit und Antwortzeiten verändert haben. Während digitale Kanäle wie Messengerdienste schnell sind, führen sie oft zu Missverständnissen und Überforderung. Analoges Face-toFace wird hingegen als persönlich und emotionale unterstützend geschätzt, ist aber logistisch oft aufwendig. Als Ergebnis der Diskussionen wurden Strategien zur Emotionsregulierung und zum Verhalten entwickelt. Interessierte können sich über das Kontaktformular der PG Sabil für die angebotenen Workshops anmelden.
In einer Präsentation zur Landesordnung klärte Lennard das Selbstverständnis der Ämter im VCP. Die Landesordnung ist öffentlich auf der Homepage unter „Was wir machen“ einsehbar. Im Anschluss daran folgten Gruppenarbeiten, in denen die Teilnehmenden reflektierten, was der Landesrat für sie bedeutet, welche Aufgaben er hat und warum seine Arbeit wichtig ist. Dabei wurden auch Fragen zur Struktur und Sichtbarkeit der koordinierenden und sprechenden Gremienmitglieder diskutiert.
Auch die Arbeitsgruppe „Wachstum“ präsentierte ihre Konzepte. Auf der Landesversammlung 2026 wurde der Beschluss gefasst, diese AG einzusetzen, um das Wachstum des VCP strategisch zu fördern. Zwei Hauptstrategien stehen dabei im Mittelpunkt: die Stärkung und der Erhalt bestehender Strukturen sowie die Förderung von Neugründungen. Ziel ist es, Quereinsteiger zu gewinnen, Ehemalige zurückzuholen und konzeptionelles Denken zu festigen. Jan Malte stellte sich als Koordinator der AG vor.
Am Samstagabend wurde als Abendprogramm Wikingerschach von dem Bezirk Hannover angeleitet und erfolgreich durchgeführt. Nachdem der Landesrat III dann am Sonntagmittag endete, sammelten sich alle Delegierten noch zu einem Gruppenfoto und einem Abschlusskreis und traten ihre Heimreise an.

